MUSIKTHEORIE

Tonarten-Karte, die man wirklich hören kann

Viele Theorie-Poster zeigen Symbole – und das Gehör soll später aufholen. Hier ist es umgekehrt: Tonart wählen, passende Akkorde sehen, zuerst hören, dann einprägen.

Klavier neben einem Quintenzirkel-Diagramm zum Lernen von Vorzeichen und Akkordfamilien

Vom Wandplakat zum Werkzeug

Der Quintenzirkel ist das Standardschema, mit dem Musikerinnen und Musiker sehen, wie Tonarten zusammenhängen: wie viele Kreuze oder B ein Stück hat, welche Moll-Tonart dieselben Vorzeichen teilt und warum bestimmte Akkordwechsel in Songs immer wieder auftauchen. Statische PDFs und Unterrichtsplakate reichen als Nachschlagewerk – sie sagen dir aber nicht, wie Am in C-Dur neben F oder G klingt.

Hier ist der Zirkel interaktiv. Tonart anklicken, Vorzeichen lesen, jeden diatonischen Dreiklang am Klavier anhören und bei Bedarf eine kurze Folge im eingebauten Sequenzer skizzieren. Als PDF oder PNG exportierst du das Diagramm fürs Unterrichtsblatt, für die Proberaum-Wand oder in dem Schlüssel, den du gerade unterrichtest.

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Sehen und Hören in einer Tonart

Jede Auswahl listet die sieben Dreiklänge und spielt sie am Klavier – so verbinden sich römische Ziffern mit Klang, nicht nur mit Namen am Ring.

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In Quintschritten mit Kontext

Pfeile zeigen, wie sich Vorzeichen im Uhrzeigersinn ändern. Benachbarte Tonarten liegen einen Schritt entfernt – hilfreich bei Modulation oder Leihakkorden.

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Mehr als ein Nachschlagebild

Der Akkord-Sequenzer lässt dich diatonische Akkorde auf eine Zeitleiste ziehen, nacheinander hören und Audio exportieren – näher an echter Songarbeit als ein Poster.

FEATURES

Was ist der Quintenzirkel?

Kurz gesagt: Der Quintenzirkel ordnet die zwölf Dur-Tonarten wie ein Zifferblatt. Oben beginnt C-Dur ohne Vorzeichen. Ein Schritt im Uhrzeigersinn führt zu G-Dur, dann D-Dur, A-Dur und so weiter – jedes Mal kommt ein Kreuz hinzu. Gegen den Uhrzeigersinn sammelst du B: F-Dur, B-Dur, Es-Dur. Genau deshalb hängt das Schema in Musikklassen und Proberäumen: Auf einen Blick siehst du, wie viele Vorzeichen eine Tonart hat. Im Innenring stehen die parallelen Moll-Tonarten. C-Dur und a-Moll teilen dieselben Vorzeichen, klingen aber unterschiedlich zentriert. Wer diese Paarung kennt, liest Leadsheets entspannter – man erkennt, wenn ein Stück eigentlich in e-Moll steht, obwohl nur ein Kreuz notiert ist, oder wenn ein Pop-Song in D-Dur den iv aus der parallelen Moll holt, ohne die Vorzeichen zu wechseln. Der Zirkel zeigt auch, welche Akkorde innerhalb einer Tonart gern zusammenpassen. Stufen, deren Segmente nebeneinander liegen, bewegen sich in vielen Folgen flüssig – denke an I–IV–V in C: C, F, G. Gelbe römische Ziffern markieren auf unserem Rad diese Funktionen, sobald du eine Tonart wählst. Was diese Seite zusätzlich bietet, ist Wiedergabe. Ein Ausdruck sagt nicht, ob der vi-Akkord in B-Dur wehmütig wirkt oder nur auf dem Papier stimmt. Hier hörst du sofort einen Klavier-Ansatz. Das hilft beim Gehörtraining, beim Songwriting und im Unterricht ohne DAW. Du kannst den äußeren Notenlinien-Ring ausblenden, den Schlüssel wechseln und das Diagramm offline speichern.

Interaktiver Quintenzirkel mit Dur- und Moll-Ring, Vorzeichen-Systemen und Akkord-Wiedergabe

Mehr als eine Tabelle

Eine gewählte Tonart füllt das Panel mit Vorzeichen und allen sieben diatonischen Dreiklängen – I, ii, iii, IV, V, vi und vii° – nach üblicher Harmonielehre. Jeder Akkord ist anklickbar. So wird der Zirkel vom Auswendiglernen zur Werkstatt, in der du Tonarten direkt vergleichst.

  • Außenring: zwölf Dur-Tonarten mit optionalen Vorzeichen-Systemen in Violin-, Bass-, Alt- oder Tenorschlüssel.
  • Innenring: parallele Moll-Tonarten im selben Segment wie ihr Dur-Pendant.
  • Klavier-Wiedergabe für jeden diatonischen Dreiklang der gewählten Tonart – Blockvoicing, ohne Anmeldung.
  • Eingebauter Akkord-Sequenzer: Akkorde aus dem Pool auf die Zeitleiste ziehen, Länge und Tempo anpassen, MP3, WAV oder MIDI exportieren.
  • Sequenzer-Entwürfe im Browser speichern, wenn du an einer Folge feilst.
  • PDF oder PNG des Charts herunterladen – fürs Unterrichtsblatt, die Probe oder den Ausdruck im passenden Schlüssel.
  • Richtungspfeile am Rad zeigen Kreuze (im Uhrzeigersinn) und B (dagegen) auf einen Blick.

So nutzt du den Quintenzirkel

Tonart auf dem Zirkel wählen

Tonart auf dem Zirkel wählen

Klicke eine Dur-Bezeichnung außen oder die zugehörige Moll-Tonart innen. Das Segment hebt sich hervor, die Vorzeichen-Systeme aktualisieren sich – falls eingeblendet – und unten erscheinen die Akkorde dieser Tonart. Nochmal auf dieselbe Tonart klicken löscht die Auswahl. Wer das Layout nicht kennt, tippt auf „Anleitung“ links am Chart für einen Kurzüberblick über Ringe und Pfeile.

Vorzeichen und Stufen lesen

Vorzeichen und Stufen lesen

Prüfe, wie viele Kreuze oder B die Tonart hat – praktisch beim Transponieren einer Gesangslinie oder wenn du Schülerinnen sagst, mit welcher Tonleiter sie warm werden sollen. Die diatonischen Dreiklänge erscheinen mit römischen Ziffern. In C-Dur etwa I (C), ii (Dm), iii (Em), IV (F), V (G), vi (Am) und vii° (Hdim). Gelbe Markierungen auf dem Rad zeigen, wo jede Stufe liegt.

Erst hören, dann merken

Erst hören, dann merken

Tippe einen Akkord-Button für den Klavier-Klang. Vergleiche IV und V in derselben Tonart oder springe zu einer Nachbartonart und hör, wie sich dieselbe Stufe verfärbt. Gehör zuerst festigt sich besser als starr auf Noten zu starren – besonders für Gitarristen und Sänger, die in Formen und Silben denken.

Folgen im Sequenzer skizzieren

Folgen im Sequenzer skizzieren

Nach der Tonartwahl findest du unten den Akkord-Sequenzer. Ziehe Akkorde aus dem Pool ins Raster – Spalten klingen gleichzeitig, Zeilen erlauben Schichten. Am Blockrand ziehen verlängert den Klang; bei längeren Blöcken kann der Grundton im Bass mitgehalten werden. Tempo setzen, abspielen, Audio exportieren, wenn du darüber üben willst. Das unterscheidet diese Seite vom Poster: Du findest nicht nur Akkorde einer Tonart, du hörst, wie sie sich in der Zeit verhalten.

ANWENDUNG

Wer den interaktiven Zirkel nutzt

Lehrkräfte, Songwriter und Autodidakten greifen dazu, wenn ein starres Chart nicht reicht – wenn die Tonart gehört und eine kurze Folge ausprobiert werden soll, ohne gleich die ganze Produktion zu öffnen.

Musikschüler erkundet diatonische Dreiklänge am interaktiven Quintenzirkel
Ich zeige es im Unterricht per Beamer. Die Klasse wählt eine Tonart, hört alle sieben Dreiklänge und baut dann eine kurze Folge im Sequenzer. Als PDF mit Bassschlüssel exportieren erspart mir das Neuzeichnen.

Helene P.

Chorleitung Gymnasium / Wöchentliche Theorie

"Ich zeige es im Unterricht per Beamer. Die Klasse wählt eine Tonart, hört alle sieben Dreiklänge und baut dann eine kurze Folge im Sequenzer. Als PDF mit Bassschlüssel exportieren erspart mir das Neuzeichnen."

Helene P.

Chorleitung Gymnasium / Wöchentliche Theorie

"Wenn ich zwischen zwei Tonarten für eine Bridge schwanke, klicke ich mich durch den Zirkel und höre vi und IV in beiden Optionen. Schneller als eine Session nur für vier Akkorde."

Dev R.

Homestudio-Produzent / Song-Skizzen

"Der Moll-Ring hat bei mir erst Klick gemacht, als ich a-Moll und C-Dur im selben Bild hören konnte. Ein Ausdruck hängt noch an der Wand – aber ich schicke Lernende zuerst hierher."

Omar S.

Gitarrenlehrer / Einsteiger-Theorie

Quintenzirkel – häufige Fragen